Historie des Kanalfestivals und Gründung der Interessengemeinschaft Kanalfestival e.V.

Im Jahre 1969 wurde das Kanalfestival von unserem damaligen Bürgermeister, Horst Niggemeier, unter massgebliche Mitarbeit des Schiffervereins Datteln und Umgebung, seiner Ehrenvorsitzenden, der Unternehmerin Frau Sybille Hahne, und den Wassersport treibenden Vereinen aus der Taufe gehoben.

Von 1969 bis einschliesslich 1993 (24 Jahre) veranstaltete die Stadt Datteln das Kanalfestival, jeweils am 1. Wochenende im September eines jeden Jahres, das zunächst der Selbstdarstellung der am Kanal beheimateten Vereine -mit Volksfestcharakter- diente. Es gab u. a. ein grosses Festzelt, in dem jeweils am Freitagabend eine Galaveranstaltung stattfand, unter Mitwirkung fast aller Grössen des Deutschen Schlagers. Traditionell veranstalteten die Wassersport treibenden Vereine am Samstagabend einen grossen Lampionkorso, als atmosphärischer Höhepunkt des Festivals mit abschliessendem Feuerwerk. Der Lampionkorso und das grosse Höhenfeuerwerk sind bis heute erhalten geblieben.

Ein veränderter Zeitgeist veranlasste 1992 die Macher des Kanalfestivals diesem ein neues Gesicht zu geben. Unter Leitung des Kulturamtes der Stadt Datteln, dort insbesondere durch Michael Hans, wurde aus dem kirmesgeprägten Festival eine Kulturveranstaltung mit Volksfestcharakter. Der kulturelle Rahmen fand nicht mehr punktuell im Festzelt statt sondern wurde verlegt auf mehrere Bühnen, verteilt im gesamten Festivalbereich.
Ab 1996 wird das Kanalfestival nicht mehr im September sondern immer am vorletzten Wochenende im August eines jeden Jahres durchgeführt.

Als der Haushalt der Stadt Datteln 1994 freiwillige Ausgaben (Zuschuss der Stadt) wegen eines grossen Haushaltsdefizits nicht mehr zuliess, verständigte die Stadtverwaltung alle am Kanalfestival beteiligten Vereine mit dem Hinweis, die Stadt könne sich freiwillige Ausgaben in der bisherigen Grössenordnung nicht mehr leisten und diese würden auch nicht mehr von der Aufsichtsbehörde genehmigt.

Die Stadt konnte daher aus finanziellen Aspekten die Veranstaltung nicht mehr durchführen. Sie gab den bisher am Kanalfestival beteiligten Vereinen die Möglichkeit, durch eigenes Engagement und Finanzierung das Kanalfestival in Kooperation mit der Stadt Datteln mit durchzuführen, wobei die Stadt Datteln einen finanziellen Zuschuss für das Kulturprogramm leisten wollte. Nachdem sich die Vereine aber nicht auf ein Finanz- und Durchführungskonzept einigen konnten, wurde Anfang 1994 das Aus des Festivals beschlossen.

Mit finanzieller Zusage eines Sponsors, als Startkapital für das Kulturprogramm, trafen sich unter Führung des jetzigen Vorsitzenden, Ludger Grundmann, Mitte des Jahres 1994 acht Dattelner Vereine und gründeten (kurz vor der Durchführung des Festivals) die Interessengemeinschaft Kanalfestival, jedoch noch nicht als eingetragener Verein.

Dies geschah am 21.02.1996. In der Gründungsversammlung schlossen sich die bisherigen 8 Vereine zusammen zu der IGK - Interessengemeinschaft Kanalfestival e.V.

Der gemeinnützige Verein schrieb in seiner Satzung folgende Ziele fest:
"Förderung von Kunst und Kultur sowie die Unterstützung förderwürdiger und/oder gemeinnütziger Dattelner Vereine oder Institutionen".

Seit 1994 bis heute finanziert die IGK das Kulturprogramm des Kanalfestivals. Die Gestaltung des Programms erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Datteln. Z. Zt. werden auf dem Kanalfestival auf 8 Bühnen über 30 Bands und Kleinkunstprogramme geboten.